Mittelalterliche Geschichte - Eine digitale Einführung in das Studium
Schriftkunde (Palaeographie)
Der in dieses Hauptkapitel (Handschriftenlesesaal) einleitende Film hat es gezeigt: Wer mittelalterliche Geschichtsforschung betreiben möchte, muss Quellen lesen und verstehen können. Bestimmte Merkmale von Handschriften werden in Texteditionen nicht erfasst. Es können daher Forschungsfragen entstehen, die sich nur nach einer Sichtung der Originale beantworten lassen. Andererseits sind viele Handschriften noch gar nicht ediert und liegen unbearbeitet im Archiv.
Kenntnisse und Methoden, die es erlauben, die Schrift in ihren Erscheinungsformen und Funktionen, die Entwicklung der Schreibtätigkeit und der Schriftsysteme, die historischen Schriftarten und ihre Anwendungsformen, wie auch historische Schreibmaterialien eingehend zu beschreiben und zu untersuchen (Beck), vermittelt als historische Grundwissenschaft die Schriftkunde (Paläographie).

Auf den folgenden Seiten wird ein knapper Einblick in Grundlagen der äbendländischen Schriftentwicklung des Mittelalters gegeben. Bei weiterführenden Fragen helfen ihnen die Literaturhinweise am Ende dieses Kapitels.
Fund einer Urkunde im Archiv (Abbildung aus dem in das übergeordnete Kapitel einleitenden Film: "Das Archiv und der Historiker")
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