Mittelalterliche Geschichte - Eine digitale Einführung in das Studium
Geschichtsforschung
„Was in ihr täglich geschieht, wird von keinem Verständigen als Geschichte getan oder gewollt. Erst eine gewisse Art, das Geschehene nochmals zu betrachten, macht aus Geschäften Geschichte" (Johann Gustav Droysen).
Geschichte entsteht erst in den Augen ihres Betrachters. Was dabei betrachtet wird, ist vom Interesse und der Wahrnehmung des Betrachters abhängig und bildet, schon allein auf Grund ihres gewaltigen Umfangs, immer nur einen Teilaspekt der Vergangenheit ab.
Dem etymologischen Wortsinn entsprechend, will die Geschichtswissenschaft Ereignisse und Hergänge menschlicher Handlung untersuchen (ahd. giskiht = Ereignis, Hergang).
Je nachdem, auf welche Ereignisse und Hergänge menschlicher Handlung wir unser Erkenntnisinteresse wie ausrichten, ergibt sich ein bestimmter Untersuchungsgegenstand und damit eine bestimmte Menge an Texten, Gegenständen und Tatsachen (Quellen), die als verbliebene Zeugnisse dieses Untersuchungsgegenstandes ausgewertet werden können.
Genau wie unser Erkenntnisinteresse, ist auch der Blick auf die Quellen dem Wandel unterworfen. So untersuchen wir die ehemals stärker national betrachtete Politikgeschichte heute auf europäischem Raum und interessieren uns mehr den je für sozialgeschichtliche Fragestellungen.
In den folgenden Filmen werden verschiedene Perspektiven der Mittelalterlichen Geschichtsforschung von Wissenschaftlern/ -innen vorgestellt. Fassen sie Kernaussagen zusammen!
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